Bausaison 2013:

Januar – August 2013:

Baustelle Mess-Station Dr. Barth – Teil 2

Nach Abschluss der Regendicht-Montage des Blockhauses  sollte eigentlich nur der  Innenausbau weitergeführt werden.

Baugrundstück solider Zaun Biberschwanzdach

Allround-Haustechniker Gerd Reinsdorf als aktiver Senior im Einsatz!

Da die einfache V13-Dachbahn auf der Sichtschalung an einigen Nagelstellen nicht ganz dicht war, wurde im Januar noch die gesamte Dachfläche mit Holzfasermatten isoliert, die OSB-Abdeckung aufgebracht und darauf eine absolut dichte Unterdeckbahn verklebt (Bauder-TEC Duo). Dies gelang trotz Kälte, eisigem Wind und leichtem Schneefall. Richtmeister Ralf Wünsche und Dachdecker Sven Köbe ließen sich dabei von keinen Wetterunbilden beeindrucken.

BaugrundstückPalettenweise  Dämmstoff-Matten
für Dach und Fußböden
solider ZaunMontage der 120 mm Rauhsparren
für die Dachdämmung
BiberschwanzdachAbdeckung der Dämmung mit
einer Lage OSB-Platten
BaugrundstückEine Aufwärm-Pause muss
auch mal sein!
solider ZaunDer Dachaufbau ist bereit für
die Unterdeckbahn
BiberschwanzdachTrotz Kälte und Schnee:
endlich ein dichtes Dach!

Alle weiteren Außenarbeiten wurden dann im Frühjahr ausgeführt. Bis dahin konnte die komplette Elektro-Anlage  mit den Marmor-Heizkörpern installiert werden sowie die Fußbodenlagerhölzer mit der 80 mm Dämmstoff-Zwischenlage (Holzfasermatten) und den OSB-Platten als Rohfußboden.

Mit den ersten warmen Frühlings-Tagen rückte unser MAHEDA-Dachspezialist, Sven Köbe, mit seinem Team an, um die Klempnerarbeiten (Fußbohlen-Verblechung und Dachabschlüsse) sowie die Dacheindeckung fertigzustellen.

Nachdem erst ein Gründach mit Kupferdachrinnen vorgesehen war, wurde dann aus Kostengründen doch ein Kiesdach realisiert mit einer Dachentwässerung in Titanzink. Das sollte sich im Nachhinein nicht als Nachteil erweisen beim optischen Zusammenspiel mit der kieferfarbig lasierten Blockhaus-Wand und den blau abgesetzten Fenster- und Türen-Elementen.  

BaugrundstückSven Köbe beim Einpassen
der Sockelbleche
solider ZaunRalf Wünsche bei der Herstellung
des Dachkastens
BiberschwanzdachDachklempnerarbeiten am
oberen Dach
BaugrundstückDer Dachkies wurde eimerweise
aufs Dach gebracht
solider ZaunDas Eindichten der ersten
Schornsteindurchführung
BiberschwanzdachDie Kiesdächer sind fertiggestellt

Anfang Mai wurde endlich auch der 3-fach Lasuranstrich für das Blockhaus in Angriff genommen. Dabei kam das bewährte Profi-Lasursystem „Sigma Rustikal LM Holzöl Plus“ zum Einsatz mit der dazu passenden lösemittelhaltigen fungiziden Grundierung von Sigma, alles im Farbton Kiefer.

Mittlerweile wurde der untere Gebäudeteil auch innen fertiggestellt: auf den Rohfußboden wurde eine Daemwool-Trittschalldämm-Matte verlegt und ein Laminat im Sandsteindekor. In dieser Richtung gibt es nicht viele optisch wirklich ansprechende und auch mechanisch unempfindliche  Oberflächen, so dass wir hier nicht gleich fündig geworden sind.

BaugrundstückDer Fußboden-Unterbau mit Iso
und OSB-Rohfußboden
solider ZaunDie „Steinplatten“ sind verlegt –
die Küchenmontage beginnt
BiberschwanzdachStorchi unser Malerprofi schwingt
den Lasurpinsel

Der genannte Gebäudeteil soll als Teeküche, Aufenthalts- und Muster-/Ausstellungsraum fungieren. Es  wurde hier eine Innen-Einrichtung in Schleiflack weiß (in Einzeldetails auch in schwarz) gewählt, um so zum Holzton der Wände und Decken einen Kontrast zu schaffen und gleichzeitig den Raum „aufzuhellen“.

Da der Raum nicht den Charakter einer schummrigen Hüttenstube erhalten sollte, wurden nach Süden und Westen große Fenster bzw. Glastüren gewählt und im Innenraum eine  großzügige Beleuchtung mit LED-Strahlern, indirektem Licht und einzelnen Lichtinseln.

Unsere Meinung ist: in ein Blockhaus gehört ein Kamin bzw. Kaminofen! Auch dieses Detail konnte einer Lösung zugeführt werden, obwohl nur sehr geringer Platz dafür zur Verfügung stand. Zum einen wurde ein Eck-Kaminofen in der passenden Leistungsklasse ausfindig gemacht, der wandbündig aufstellbar ist (bei Holzwänden mit 5 cm Abstand!) und ein formschönes Edelstahl-Abgas-System, das direkt auf dem Ofen platziert werden kann. Mit Unterstützung des zuständigen Schornsteinfegermeisters wurden alle erforderlichen konstruktiven Details geklärt, so dass die Anlage bedenkenlos abgenommen werden konnte. 

BaugrundstückDer aufgesetzte Schornstein
mit dem Reinigungsdeckel
solider ZaunDer notwendige Kugelfang für
die gewählte Abgaslösung
BiberschwanzdachFeuerprobe bestanden!    

Nach den ersten „Testbränden“ sind wir vollauf begeistert von der Strahlungswärme des Ofens, die schon nach ca. 10 Minuten Brenndauer den Raum urgemütlich erwärmt, während das Holz-Feuer hinter der Klarglas-Scheibe des Ofens mit seinem Flammenspiel den Raum in ein anheimelndes Lichtspiel taucht.

BaugrundstückDie fertig montierte Büro-
und Teeküche
solider ZaunVom Essplatz schweift der
Blick in die Natur
BiberschwanzdachIch schlafe hier besonders gut!

Im Teil 3 dieses Berichtes soll dann die spezielle Haustechnik näher vorgestellt werden und das Büro mit der Mess-Station.   


Jahreswende 2012/2013:

Baustelle Mess-Station Dr. Barth – Teil 1

In der für den Blockhausbau weniger gefragten Spätherbst-/Winterzeit sollte der lange geplante Bau der ca. 43 qm großen Mess-Station für das FEWS Dr. Barth in 01705 Freital-Kleinnaundorf realisiert werden, der dann endgültig Anfang November 2012 beginnen konnte.

Während im Vorfeld die schwierigen Erschließungs- und Gründungsarbeiten für die beiden um 190 cm in der Höhe versetzten Bodenplatten mit dem Teilkeller (für Medienzuführung) auf dem stark geneigten Hang schon seit einiger Zeit abgeschlossen waren, verschob sich der Baubeginn noch einmal durch einen kurzzeitigen Wintereinbruch Ende Oktober. 

BaugrundstückDie ersten Baggerarbeiten
am Hang
solider ZaunDie untere Bodenplatte
wird gegossen
BiberschwanzdachDer schmale Technik-Keller fungiert
gleichzeitig als „Hangstütze“
BaugrundstückDie obere Platte wurde in
Handarbeit gefertigt
solider ZaunEnde Oktober begannen
die Installationsarbeiten
Biberschwanzdach28.10.2012: der erste
Schnee deckt alles zu


Am 2. November war es dann soweit:

bei strahlendem Sonnenschein rollte der LKW mit dem kompletten Blockhausbausatz, gefertigt im sächsischen Erzgebirge, im Rückwärts- und Schleichgang den engen Wirtschaftsweg Richtung Baustelle. Alles war Millimeterarbeit, und dank desleistungsfähigen Ladekranes konnten die vollgepackten Paletten und Holzpakete zum überwiegenden Teil direkt auf das obere Fundament geschwenkt werden. 

Die Montage konnte somit beginnen, und zwar mit dem unteren Gebäudeteil. Doch vorher musste noch die Fertigdusche montiert werden inklusive Fußbodenunterbau, da die Größe des Duschraumes aus Gründen einer rationellen Flächennutzung eine spätere Montage der Kabine nicht mehr zugelassen hätte.

Der Aufbau des Blockhauses erfolgte in Eigenregie (gewählt 44 mm Blockbohle; Außenwand 2 x 44 mm Bohle mit 62 mm Schafwolldämmung im Zwischenraum, somit 15 cm Wandstärke mit einem U-Wert von 0,37), der Hersteller hatte dazu detaillierte Wand- und Montagepläne geliefert sowie eine Stückliste mit dem Verzeichnis des kompletten Zubehörs zum Bausatz.

Zimmerer Ralf Wünsche, unser MAHEDA-Richtmeister, hat sich bei der Montage  - bei zum Teil sehr unwirtlichen Witterungsverhältnissen -  voll eingebracht, wobei ihm für die komplette Haustechnik (Sanitär und Elektroinstallation) Elektromeister i.R. Gerd Reinsdorf zur Seite stand. Dem Bauherrn oblagen die „gastronomische“ Betreuung und die Verarbeitung der voluminösen 20 Sack Daemwool-Schafwolle für die Außenwand- und Fugen-Dämmung.

BaugrundstückDie Kranentladung
der Bausatz-Pakete
solider ZaunAlles liegt vorsortiert im
„Obergeschoss“
zur Montage bereit
BiberschwanzdachAls erstes wurde der
Fußbohlenrahmen aus Lärche
auf die Platte gedübelt
BaugrundstückDarauf werden die ersten
Blockbohlen-Lagen verlegt
und ausgerichtet
solider ZaunDraufsicht auf die
doppelte Eckverbindung
BiberschwanzdachAlle Hohlräume wurden mit
DAEMWOOL-Schafwolle ausgestopft
BaugrundstückParallel zur Wandmontage erfolgte
die Verlegung der E-Leitungen
solider ZaunRegen-„Umhang“ für
den Wetterwechsel
BiberschwanzdachDer untere Baukörper kurz vor der
Regendicht-Fertigstellung

Aufgrund des Höhenversatzes der beiden Haupträume wurden zwei getrennte Baukörper (mit versetzten Pultdächern) gewählt, die aneinandergesetzt wurden. Ein vorheriger Entwurf mit einem  einzigen  Baukörper und durchgehendem Pultdach musste als nicht praktikabel verworfen werden wegen des unterschiedlichen Setzungsverhaltens der höhenversetzten Blockwände (beim gewählten System ca. 1 bis 2 %).

Noch vor dem Einsetzen der schneereichen Wintertage, die die Zufahrt zum Baugrund für über einen Monat blockierten, konnte der Bau regen- und schneedicht in etwa 12  Arbeitstagen fertig gestellt werden, so dass während des Winters im Innenausbau  weitergearbeitet werden konnte.

BaugrundstückLieferung der Fenster- und
Türen-Elemente
solider ZaunSortieren der Wandteile f
ür den oberen Baukörper
BiberschwanzdachDanach konnten die Wände
zügig montiert werden
BaugrundstückGleichzeitig müssen die
Lichtauslasskabel in den
Wänden „verschwinden“
solider ZaunNach 2 Arbeitstagen: die
BSH-Sparren liegen
passgenau in den Aussparungen
BiberschwanzdachDie vorerst letzte Phase: Schalung
und Dachbahn „anschießen“
BaugrundstückAlle Zwischenräume werden
mit Wolle verfüllt
solider ZaunAussteifung der Wandöffnungen
durch T-Leisten und Distanzhölzer
BiberschwanzdachDie mit der äußeren Blende
verbundenen Fenster werden
eingesetzt und verschraubt
BaugrundstückInnen werden die Toleranz-
und Setzungsfugen mit
Wolle ausgestopft
solider ZaunAbschließend wird der innere
Futter-Rahmen mit Fensterbrett
passgenau aufgesteckt
BiberschwanzdachAnfang Dezember: alles wetterdicht
– der Winter kann kommen
Baugrundstück2. Dezemberwoche: er ist schon da! solider ZaunJe mehr Schneelast, umso
schneller ist der
Setzungsprozess beendet
BiberschwanzdachIm Innenausbau wartet noch
jede Menge an Arbeit
(siehe Teil 2 des Berichtes)


 

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Seite aktualisiert am: 08.01.2018