Naturprodukt Holz

Holz ist nach wie vor der beliebteste Baustoff des Menschen. Hohe Festigkeit bei geringem Gewicht, leichte und vielseitige Bearbeitbarkeit und nicht zuletzt der natürliche und unverwechselbare Charakter jedes einzeinen Bauteils, kennzeichnen dieses einzigartige und zeitlose Naturprodukt. Dieser natürliche und rustikale Charakter, der den besonderen Charme von Holz ausmacht, bedingt jedoch auch gewisse Einschränkungen bei der Beschaffenheit der Produkte, die bewusst in Kauf genommen werden müssen. Trotz sorgfaltiger Materialauswahl und modernster Fertigungsmethoden müssen bei Holz die folgenden Besonderheiten, die in der Praxis immer wieder zu beobachten sind, akzeptiert werden. Diese Merkmale sind unbeeinflussbare Eigenschaften des Werkstoffes Holz, sie können nicht reklamiert werden:

Äste und Maserungen von Holz

Äste und Maserungen gehören zum natürlichen Erscheinungsbild des Holzes und können je nach Herkunft, Holzart und anderer wachstumsbedingter Einflüsse stark variieren. Anzahl und Größe von gesunden, mindestens einseitig fest verwachsenen Ästen unterliegen beim Bauholz keinen Einschränkungen und sind auch bei sorgfältiger Holzauswahl vorhanden. Dem Holzfreund zeigen die Äste und Maserungen gerade, dass jedes Teil Natur pur und einzigartig ist.


Hooo…, hoo…, hohles Holz!

Rund! – Und gesund?!

Rauigkeit von Holzoberflächen

Beim Hobeln und Fräsen sind trotz hoher Sorgfalt und scharfer Werkzeuge rauhe Stellen, insbesondere im Bereich von Ästen oder entgegen der Bearbeitung gerichteten Holzfasern nicht immer zu vermeiden. Bei der Kopfrundung und bei Kappschnitten sind wegen der quer zur Holzfaser gerichteten Bearbeitung rauhe Oberflächen möglich sowie im Randbereich abgerissene Holzfasern. Seit 2005 werden bei den von MAHEDA gelieferten Rundbohlenhäusern die Kopfränder der Balken entgratet und die Kanten gebrochen. Mit einem Schleifteller und Papier der Körnung 40 (auf Flex befestigen) können die Köpfe vom Bauherrn geschliffen werden, dann treten die Jahresringe wunderbar hervor.


Aststruktur der
nordischen Kiefer

Erscheinungsbild der Alpenfichte

Farbgebung von Holz

Je nach dem Aufnahmeverhalten der Hölzer, welches durch Holzart, Temperatur, Feuchtegehalt und andere Parameter stark variiert, schwankt auch die Aufnahme von Farbpigmenten. Durch Verwendung besonders hochwertiger - von uns empfohlener Holzlasuren - können Sie zwar für eine bestmögliche Einfärbung und einen dauerhaften Schutz Sorge tragen, die völlig gleichmaßige Färbung unterschiedlicher Hölzer kann aber nie garantiert werden. Sie können vom Blockhausbüro Dr. Barth ein Schweizer Spitzenprodukt für die Lasurbehandlung beziehen, eine völlig biologisch wirkende, tief eindringende Lasur auf Kriechölbasis, die sich seit Jahrzehnten bei Holzhäusern bewährt, selbst bei der Auffrischung alter Anstriche und bei der Restaurierung völlig verwitterter und vergrauter Holzfassaden.


Typische Schnittkanten
an Rundbohlen

Entgratete und mit
der Schleifscheibe
behandelte Balkenköpfe

Trockenrisse und Verwerfungen

Als Folge der unterschiedlichen Struktur des Holzes, insbesondere bei Vollholzbohlen größerer Stärke finden die Schrumpfungsprozesse bei Austrocknung nicht gleichmäßig statt. Die Folge ist ein Auftreten von Trockenrissen und Verwerfungen. Auch durch sorgfältigste Rohholzauswahl lässt sich dieser Effekt nich verhindern. Nach DIN-Norm 4074 sind Trockenrisse grundsatzlich zulässig, da die statischen Eigenschaften und die Haltbarkeit von Holz nicht negativ beeinflufit werden. Länge, Tiefe und Breite dieser Trockenrisse unterliegen keinerlei Beschränkungen! Leichte Krümmungen und Verdrehungen sind ebenfalls zulässig. Sie sollten sich vor der Entscheidung für einen Blockhaustyp Kundenhäuser ansehen, um sich ein Bild über das verwendete Holz und seine Eigenarten vor Ort machen zu können.


Mit Naturöllasur dunkel
behandelte Kiefernholzfassade

Fichtenholzfassade mit
heller Naturöllasur behandelt

Harzaustritte auf Holzoberflächen

Nachträgliche Harzaustritte sind bei Nadelhölzern völlig normal. Auch bei den mit offenporigen Anstrichen beschichteten Hölzern kann Harz auf die Oberfläche austreten. Evtl. besonders störende Harzflecken können vorsichtig mit einem nicht aggressiven Lösungsmittel (Isopropanol, Terpentin) entfernt werden. Bei dem von uns verwendeten Fichtenholz für die Blockbohlenhäuser ist der Harzaustritt geringer als bei der nordischen Kiefer, die für die Rundbohlenhäuser verwendet wird. Dafür bietet die Kiefer aber auch einen über Jahrzehnte anhaltenden intensiveren würzigen Holzduft gegenüber der Fichte.


Längsriß an einem Pfettenkopf 
- nicht ideal, aber
manchmal unvermeidbar

Ein  Massivholzhaus  fügt
sich immer in die Natur ein!

Quellen und Schwinden von Holz

Eine charakteristische Eigenschaft von Holz ist die Volumenänderung in Abhängigkeit vom Wassergehalt, also das Schwinden und Quellen, welches auch als "Arbeiten" des Holzes bezeichnet wird. Holz kann je nach Ausgangsfeuchte in der Breite um bis zu 10% schwinden. In Längsrichtung schwindet das Holz strukturbedingt nur gering. Leider wird dieses unvermeidliche Verhalten von Holz immer wieder unterschätzt. Insbesondere bei dicht an dicht zu montierenden Hölzern (z.B. Sichtschalungen im Außenbereich) ist eventuell noch zu erwartendes Schwinden und eine damit verbundene Lückenbildung möglich. Die für die Blockhauswände verwendeten Hözer sind optimal vorgetrocknet, um den Schwundprozess so gering wie möglich zu halten.

Wer mit Holz leben will, lebt mit der Natur - da gibt es keine Kompromisse!

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Seite aktualisiert am: 09.07.2017