Das Naturstamm-Blockhaus

Die Krönung der Kunst des Blockhausbaus sind die handgefertigten Naturstammhäuser. Es handelt sich hier bei jedem Haus um ein Unikat, das individuell  nach alter Handwerkstradition aus den über einhundert Jahre alten Stämmen nordischer Fichten oder Kiefern gefertigt wird. Aus dem Wintereinschlag werden Stämme mit einem mittleren Durchmesser von ca. 35 bis 50 cm ausgewählt, manuell entrindet und geschliffen, so dass die natürliche Formgebung des Stammes erhalten bleibt. 


Entasten der Baumstämme
mit der Motorsäge

Entfernen der Rinde mit dem Schäleisen

Nach der Planung zusammen mit unseren Kunden wird der Bausatz in den Werkstätten von MAHEDA in Estland in circa 3 monatiger Handarbeit erstellt, wobei in jedem Haus oft über 1000 Stunden Arbeit stecken. Der Rohbau des Hauses wird komplett auf dem Firmengelände errichtet einschließlich der Dachkonstruktion (wenn diese auch in Naturstamm ausgeführt wird) und der eingezapften Innenwände.


halbfertiger Naturstamm-Bungalow

Giebeldetail eines Naturstammhauses

Beim Preisvergleich mit anderen Herstellern sollten Sie immer beachten, wie das Haus insgesamt konstruiert ist. Der Preis wird in hohem Maße von der Anzahl der Naturstammwände bestimmt. Werden bei den Innenwänden paneelverkleidete Ständerwände bevorzugt, dann sind auch die Herstellungskosten des Bausatzes wesentlich geringer als bei einer durchgängigen Naturstammkonstruktion.

Die Eckverkämmungen werden alle in aufwendiger Handarbeit in Form einer vierfach gelagerten Sattelkerbe hergestellt. Hierdurch wird ein Öffnen der Fuge durch Trockenschwund verhindert sowie eine maximale Stabilität erreicht.


Fertiger Rohbau, bereit zur Demontage
– davor das MAHEDA-Team

Längs der Stämme erfolgt die Anpassung des darunterliegenden Stammes mit Scriber (d. h. einem speziellen Abtastzirkel zur Formübertragung),  Motorsäge und Bootshobel, so dass die Stämme trotz ihrer natürlichen Unebenheiten passgenau aufeinander liegen. Des weiteren wird ein Isolierkanal an der Stammunterseite eingearbeitet sowie ein Entlastungsschnitt gesetzt, der bewirkt, dass die natürlichen Trocknungsrisse weitgehend an den unsichtbaren Stammseiten auftreten. Zusätzliche Stabilisierung erhält die Wand durch  Holznägel, die senkrecht die einzelnen Stämme verbinden, sowie mittels M16-Gewindestangen im Bereich der Vorköpfe.


Flachsfaserstreifen
als Isolierung in den Lagerfugen

Die Fenster- und Türöffnungen  werden gemäß dem Bauplan ausgeschnitten und dabei die Balkenköpfe  mit einer senkrechten Nut versehen für die erforderlichen Rutschleisten zur fachgerechten Montage der Fenster- und Türenelemente. Gleichzeitig werden die Köpfe  auf eine gleichmäßige Stärke abgeflacht, um einen optisch gefälligen Übergang zwischen Wand und Fenster bzw. Tür zu erhalten. Zur Aufnahme zusätzlicher Innenwände (z. B. Holzständerkonstruktion, Mauerwerk) werden die massiven Blockwände senkrecht eingeschnitten. 


Türöffnung mit eingesetzter
Hartholz-Rutschleiste

Als Deckenbalken werden maschinell gedrehte Rundholzstämme (d= 230 … 250 mm) über dem Erdgeschoss zur Aufnahme der Sichtschalung/Deckendielung verlegt. Diese Stämme sind oben abgeflacht und werden gemäß der Statik in Abständen von ca. 1,2 bis 1,5 m einschließlich der  Wechsel für die Treppe verlegt. Die Deckenbalken werden handwerklich in die tragenden Wände eingezapft und prägen mit ihrer Form die optisch beindruckende Sichtbalkendecke  jedes Raumes eines Naturstammhauses. 


Detail: Fensterecke und
Rundbalken-Decke

Die Pfettenkonstruktion des Dachstuhles erfolgt in Rundholzpfetten mit oben abgeflachten Rundholzsparren, bzw. das komplette Obergeschoss wird als Holzrahmenkonstruktion geliefert, die gemäß Kundenwunsch mit verschiedenen Außenfassaden versehen werden kann (Boden-Deckelschalung, Schindeln, Rundprofilholz etc.).


Pfetten-Sparren-Dach in
Rundstamm-Ausführung

Obergeschoss-Bau in Holzrahmenbauweise

Nach Fertigstellung der Konstruktion wird der Rohbau demontiert, wobei die Wände gleichzeitig mit den zuvor festgelegten Elektrobohrungen versehen  werden. Es erfolgt die Verpackung der Stämme auf Paletten, die aber wesentlich größer sein können als die genormten Pakete bei den Rundbohlenhäusern, so dass für die Entladung auf der Baustelle schon der Baukran bereitstehen sollte, um die z.T. tonnenschweren Stämme zu entladen.


Entladen der Hausteile vom Lastzug

Montagebeginn: Legen der Fußbalken

In wenigen Tagen wird dann mit Hilfe des vom Lieferanten gestellten Richtmonteurs vom Bauherrn und seinen Helfern das Werk wochen- und monatelanger Planung und Produktion als Rohbau aufgestellt, die Fenster und Türen  werden eingebaut, und die massive, rustikale Naturstammtreppe vor Ort  gefertigt.

Jetzt kann der Innenausbau beginnen!


Nach 1 Woche steht der Bau
bis zu den Deckenbalken

Zwei 135°- Eckverkämmungen als Gestaltungselement

Der Giebel steht!

Detail einer 135°- Ecke – Stammstärken von 30 .. 47 cm

offener Durchgang mit Schalter-Dosen

Vor-Ort-Bau der Naturstammtreppe

fertige Antrittstufen mit Podest

Montage des oberen Treppenteiles

Der Treppen-Rohbau ist vollbracht!

Außen schon attraktiv, doch innen ist noch viel  zu tun!

Da kann der Winter kommen!

Als Anregung für ein Naturstammhaus finden Sie realisierte Entwürfe  für 2 Häuser: Entwurf Lohse - Entwurf Lübke. Natürlich kann jeder andere Entwurf, wenn er werkgerecht konstruiert ist, auch gebaut werden; z. B. finden Sie entsprechende Vorschläge im MAHEDA-Katalog.

Als überschlägigen Wert für die Preisermittlung zu den dort angegebenen Katalogpreisen für den Bausatz mit Richtmonteur können Sie mit einem Zuschlag von etwa 25 % rechnen, der geringer ausfallen kann, je nach der Anzahl der Innenwände, die anstatt in Naturstamm als Ständerbauwand mit Paneel- oder Gipskartonverkleidung erstellt werden.

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Seite aktualisiert am: 06.05.2017