Das Energiespar-Blockhaus 2012
100 qm-Energiespar-Bungalow mit einer 30 cm Außenwand und 40 cm Schüttdämmung im Dachraum. Die Energiekosten für die Gastherme(Heizung und Warmwasser) betragen ohne Solarunterstützung ca. 1,-- €/Tag.
Die Anforderungen der neuen Energie-Einsparverordnung EnEV 2009 und die rapide steigenden Energiepreise stellen auch an den Massivholzbau strenge Forderungen zur Herstellung eines Baukörpers mit geringsten Wärmeverlusten in den Heizmonaten und einem hohem Wärmeschutz in den Sommermonaten.
Da die staatlich vorgegebenen Berechnungsvorschriften zur Energiebilanz eines Hauses für die Bauteile des Baukörpers generell auf deren statisch ermittelten U-Werten basieren und nicht auf dem dynamischen Wärmeverhalten einer massiven Holzwand, gerät der einschalige Blockbau mit seinen „hohen“ U-Werten berechnungsmäßig immer mehr in Misskredit, obwohl die Praxis bisher regelmäßig das Gegenteil bewiesen hat mit Energie-Verbrauchswerten, die generell 20 bis 25 % unter den berechneten Werten liegen.
Leider ist aber nicht der Praxisbeweis rechtsgültig sondern der rechnerisch ermittelte Energiesparnachweis: vor dem Bauamt, vor der Bank, vor dem Mieter usw. usf. So müsste z. B. eine einschalige Blockwand eine durchgängige Stärke von 38 cm haben, um einen geforderten U-Wert von 0,3 zu erreichen, was einem Rundholzdurchmesser von mindestens 50 cm entsprechen würde. Nach den Bestimmungen der BRD, der Schweiz und Österreichs liegen die Mindestanforderungen für den statischen U-Wert aber bei 0,26 bis 0,2 W/m²K.
Während die Fertighausindustrie immer dickere Dämmstoffpakete mit Sperrfolien in die Wände packt und dabei mit U-Werten um 0,15 und weniger hantieren kann, will ein Blockhausfreund nicht in einer hochgedämmten „Plastiktüte“ leben.
Das unvergleichlich gesunde Wohnklima, das durch die Eigenschaften von Massivholz mit seinen Filter- und Ausgleichsfunktionen erzeugt wird, muss erhalten bleiben, sonst könnte man auch eine Styroporhülle mit Holz verschalen, und das als Energiespar-„Blockhaus“ verkaufen.
Und last not least können mit der Größe des Bohlenabstandes die U-Werte der Außen-Wand „eingestellt“ werden. Es ergeben sich in der Praxis Gesamtwandstärken von 21 bis zu 30 cm, und damit U-Werte von 0,34 bis 0,20, während die Innenwände aus einzelnen 7 cm Blockbohlen bestehen und bei Bedarf auch eine Verkleidung mit Gipskarton erhalten und damit als Putz- oder Fliesenträger dienen können.
Draufsicht auf die Wandkonstruktion
Folgende zusätzliche Vorteile bietet das vorgestellte Blockhaussystem:
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Ausgesuchtes, kerngetrenntes, kammergetrocknetes nordisches Fichtenholz sowie ein selbstdichtendes konisches Doppelnut-Feder-System geben Gewähr für hohe Dichtigkeit und sehr geringe Setzung der Blockwand. Es sind keine (synthetisch hergestellten) Dichtprofile erforderlich;
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Die Eckverbindungen bestehen aus 4-fach Fräsungen mit Überschlag und gewährleisten damit beste Form- und Kraftschlüssigkeit. Die Vorköpfe benötigen lediglich 9 cm Kopflänge;
- Senkrechte Bohrungen in den Blockbohlen nehmen Gewindespindeln auf, die zur zusätzlichen Stabilisierung der Wände dienen;
- Elektroleitungen können problemlos im Zwischenraum der Außenwände platziert werden;
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In den Giebeln integrierter Koppelpfetten- oder Sparren-Pfetten-Dachstuhl mit Sichtschalung und Holzweichfaser-Isolierung bis zu 250 mm. Damit völlig diffusionsoffener Dachbereich mit U-Werten unter 0,2;
- Massive Sichtbalkendecken über dem Erdgeschoss;
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Endbehandelte 3-fach lamellierte Massivholzfenster von 68 mm Stärke mit 2-fach oder 3-fach Iso-Glas mit passgenauen Innen- und Außenverkleidungen;
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Möglichkeit der Selbstmontage mit Richtmeister ohne Kraneinsatz (der für die Pfettenlegung erforderliche 10 t-Autokran wird vom Lieferanten gestellt);
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Das System ist besonders auch für beengte Baugrundstücke und Hanglagen geeignet.
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